
Finanzminister Klingbeil und Justizministerin Hubig stellten dazu in Berlin einen Aktionsplan vor. Unter anderem soll beim Zoll ein gemeinsamens Zentrum für Finanzkriminalität eingeführt werden. Zudem soll künftig eine Selbstanzeige nicht mehr generell zur Straffreiheit führen. Der Aktionsplan sieht außerdem mehr Kontrollen gegen Schwarzarbeit und höhere Strafen für Organisierte Steuerkriminalität vor. Die neuen Regeln sollen auch zur Entlastung des Haushalts beitragen. Der Bund rechnet mit Mehreinnahmen in Milliardenhöhe.
Die Organisation Finanzwende begrüßte die Pläne. Sie zeigten, dass der Kampf gegen Steuerbetrug inzwischen offenbar ernster genommen werde. Grünen-Finanzexpertin Beck sprach von einem großen Wurf, der nun aber nicht durch Lobbyforderungen aufgeweicht werden dürfe. Dagegen bemängelte Bayerns Finanzminister Füracker, bei den Plänen sei die Expertise von Bayern und anderen Bundesländern nicht berücksichtigt worden.
Diese Nachricht wurde am 16.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
