Bundeshaushaltsentwurf 2027
Klingbeil verteidigt Etatentwurf gegen Kritik

Nach der Verabschiedung durch das Bundeskabinett hat Finanzminister Klingbeil seinen Haushaltsentwurf für 2027 gegen Kritik verteidigt.

    Berlin: Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, spricht bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Planentwurfs für den Bundeshaushalt 2027 im Haus der Bundespressekonferenz.
    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil, SPD (Michael Kappeler/dpa)
    Der Vizekanzler und SPD-Co-Vorsitzende sagte in Berlin mit Blick auf höhere Rüstungsausgaben, man müsse nun innerhalb kürzester Zeit aufholen, was versäumt wurde. Zugleich müsse gespart werden, weil man nach vier Jahren ohne Wachstum Spielräume brauche.
    Der Haushaltsentwurf sieht Ausgaben von gut 555 Milliarden Euro vor, rund sechs Prozent mehr als im laufenden Jahr. Zur Finanzierung ist eine Nettokreditaufnahme von rund 119 Milliarden Euro vorgesehen. Auch werden Gewinne aus Krypto-Geschäften sowie Alkohol, Tabak und zuckerhaltige Lebensmittel stärker besteuert. Insgesamt beläuft sich die Schuldenquote laut Klingbeil im kommenden Jahr auf voraussichtlich 69,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.