
Im ARD-Fernsehen verwies der SPD-Politiker auf die großen sicherheitspolitischen Herausforderungen. Man müsse aufholen, was bei der Bundeswehr in den letzten Jahrzehnten kaputtgespart worden sei. Zudem wolle man das Land modernisieren, sagte Klingbeil. Das koste Geld. Das Bundeskabinett hatte gestern die Eckpunkte für den Haushalt 2027 und die mittelfristige Finanzplanung des Bundes beschlossen. Im Kernhaushalt sind Ausgaben des Bundes von rund 543 Milliarden Euro vorgesehen, davon allein 106 Milliarden Euro für den Bereich Verteidigung. Die Neuverschuldung steigt nach Klingbeils Plänen auf knapp 111 Milliarden Euro.
Der CDU-Wirtschaftsrat kritisierte die Planung als finanzpolitisches Armutszeugnis. Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Steiger, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, es gebe darin viele Ideen für neue Einnahmen, aber kaum Einsparungen. Das Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Körzell, sprach dagegen von einer Breitseite gegen den Sozialstaat. Perspektivisch werde der Bund knapp 40 Prozent seiner Mittel für Verteidigung und Zinsen auf Schulden verwenden.
Diese Nachricht wurde am 30.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
