Flugverkehr
Klingbeil: Warnungen vor Kerosinknappheit ernst nehmen

Bundesfinanzminister Klingbeil fordert Maßnahmen gegen einen von der Internationalen Energieagentur prognostizierten möglichen Kerosinmangel.

    Man müsse die Warnungen ernst nehmen, sagte der SPD-Chef dem "Spiegel". Es gelte, nicht nur das Preisproblem im Blick zu haben, sondern auch die Versorgungssicherheit. Die Auswirkungen durch den Iran-Krieg könnten noch längere Zeit anhalten. Dagegen meinte Bundeswirtschaftsministerin Reiche, Kerosin werde auch in deutschen Raffinerien produziert. Man sei nicht nur von Importen abhängig. 
    Die IEA hatte gestern mitgeteilt, Kerosin könnte in den kommenden Wochen knapp werden. Nach Angaben des Luftverkehrsverbands in Berlin wird sich die Lage selbst bei einem kurzfristigen Ende des Iran-Kriegs auf den Energiemärkten nur langsam entspannen. Die Preise für Kerosin haben sich seit Beginn des Krieges mehr als verdoppelt. Ein großer Teil der Importe stammt aus dem Krisengebiet am Persischen Golf. Zahlreiche Öl-Anlagen sind beschädigt.
    Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.