
Es gebe das Angebot Frankreichs, seinen Nuklearschirm stärker für die europäische Sicherheit nutzbar zu machen, sagte der Bundesfinanzminister dem Magazin "Spiegel". Auf diese Diskussion sollte man sich einlassen. Deutschland habe sich zwar im Atomwaffensperrvertrag verpflichtet, keine eigenen nuklearen Waffen zu besitzen, und diese völkerrechtliche Zusage gelte, sagte der SPD-Vorsitzende. Trotzdem sollte man das französische Gesprächsangebot jetzt annehmen. Ein solcher strategischer Dialog zwischen Deutschland und Frankreich sei in den gegenwärtigen Zeiten angemessen. Klingbeil betonte, die nukleare Abschreckung durch die NATO und die deutsche Teilhabe daran wolle er damit nicht infragestellen. Diesen transatlantischen Pfeiler der Sicherheit wolle er bewahren.
Bundeskanzler Merz hatte bereits im vergangenen Jahr Gespräche mit Frankreich und Großbritannien über eine gemeinsame europäische nukleare Abschreckung angeregt.
Diese Nachricht wurde am 22.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
