Ukraine-Krieg
Klitschko: Rund 600.000 Menschen haben Kiew verlassen

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew haben nach Angaben von Bürgermeister Klitschko rund 600.000 Menschen die Stadt verlassen. Angesichts der verstärkten russischen Angriffe auf die Energie-Infrastruktur sei seit dem 9. Januar etwa jeder sechste Bewohner gegangen.

    Menschen sitzen in Kiew in einem Zelt und nehmen eine warme Mahlzeit zu sich.
    Viele Menschen in Kiew leben derzeit bei Dauerfrost ohne Strom, Heizung und Wasser. (AFP / SERGEI SUPINSKY)
    Das sagte Klitschko der Nachrichtenagentur AFP. Viele Bewohner hätten allerdings nicht die Möglichkeit dazu, woanders hinzugehen. Klitschko hatte wegen der eisigen Temperaturen und zerstörter Wärmerversorgung zum Verlassens Kiews geraten. Präsident Selenskyj sagte am Abend, aktuell seien mehr als eine Million Haushalte ohne Strom. Zudem gebe es in mehr als 4.000 Wohnblocks keine Heizung.
    In der gesamten Ukraine herrscht derzeit Dauerfrost, teilweise mit zweistelligen Minusgraden. In Kiew wurde durch die russischen Angriffe in der vergangenen Nacht nach Behördenangaben ein Mann getötet. In der Region Odessa wurde ein Kraftwerk beschädigt.

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    Diese Nachricht wurde am 20.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.