Jerusalem
Klöckner mit Kritik an Israel: keine "Täter-Opfer-Umkehr"

Bundestagspräsidentin Klöckner hat bei ihrem Antrittsbesuch in Israel sowohl die deutsch-israelische Freundschaft betont als auch Kritik geübt.

    Jerusalem: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner legt während ihres Besuchs der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz und einen Stein in der Halle der Erinnerung nieder.
    Bundestagspräsidentin Klöckner in Israel (Leo Correa / AP / dpa / Leo Correa)
    Die CDU-Politikerin betonte vor Journalisten das Recht Israels auf Selbstverteidigung, gerade nach dem Überfall der terroristischen Hamas am 7. Oktober 2023. Sie wies aber auch auf die Not der palästinensischen Bevölkerung im Gazastreifen hin und mahnte Handeln an. Humanitäre Hilfe sei kein politisches Zugeständnis, sondern moralische Pflicht. Zudem sprach sie sich gegen eine mögliche Wiedereinführung der Todesstrafe in Israel aus.
    Zuvor hatte Klöckner die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht. Die Bundestagspräsidentin folgte mit ihrer Reise einer Einladung des israelischen Parlamentspräsidenten Ohana.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.