Jerusalem
Klöckner spricht sich gegen Wiedereinführung der Todesstrafe in Israel aus

Bundestagspräsidentin Klöckner hat am zweiten Tag ihrer Israelreise die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht.

    Jerusalem: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner legt während ihres Besuchs der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz und einen Stein in der Halle der Erinnerung nieder.
    Bundestagspräsidentin Klöckner in Israel (Leo Correa / AP / dpa / Leo Correa)
    Dort legte sie in Erinnerung an die Opfer einen Kranz und einen Stein nieder. Die CDU-Politikerin wurde vom Präsidenten des israelischen Parlaments, Ohana, begleitet. Nach einem Gespräch mit ihm äußerte sich Klöckner kritisch zu Überlegungen der israelischen Regierung, die Todesstrafe wieder einzuführen. Die Errungenschaft, auf staatliche Hinrichtungen zu verzichten, sollte man nicht aufs Spiel setzen, betonte die Bundestagspräsidentin in Jerusalem. Die Todesstrafe sei nicht mit dem Schutz der Menschenwürde vereinbar. Ein Staat dürfe nicht Rache nehmen. 
    Klöckner will in Israel zudem über die bilateralen Beziehungen, die Lage in der Region und über die Cyber-Sicherheit zum Schutz der Parlamente sprechen.
    Diese Nachricht wurde am 11.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.