
Wie die Wahlkommission mitteilte, kommt Sandu nach der Auszählung fast aller Stimmen auf knapp 54 Prozent. Sie ließ sich in der Hauptstadt Chisinau als Siegerin feiern und erklärte es als Ziel ihrer nächsten Amtszeit, die Demokratie im Land zu bewahren. Auf ihren Herausforderer, den russlandfreundlichen Kandidat Stoianoglo, entfielen rund 46 Prozent der Stimmen.
Die Wahl galt als richtungsweisend in der Frage, ob sich Moldau künftig eher Moskau oder Brüssel zuwendet. Sowohl die Europäische Union als auch Russland ringen um Einfluss in der ehemaligen Sowjetrepublik. Die Wahl war von Manipulationsvorwürfen überschattet worden. Präsidentin Sandu sprach von Stimmenkauf und Betrug. Ihr nationaler Sicherheitsberater warf Russland massive Einmischung vor.
Diese Nachricht wurde am 03.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.