Nach Waffenruhe
Koalition: Energiepreis-Entlastungen trotz Waffenruhe nötig

Union und SPD wollen trotz der Waffenruhe im Nahen Osten weiter über eine Entlastung der Bürger angesichts der hohen Spritpreise verhandeln.

    Die Kraftstoffpreise werden auf einer Anzeigetafel an einer Tankstelle angezeigt.
    Die Spritpreise sind auf Rekordjagd, deshalb soll über eine Entlastung der Bürger beraten werden. (Sebastian Kahnert / dpa / Sebastian Kahnert)
    Aus dem Finanzministerium hieß es, man sehe die aktuellen Belastungen und prüfe Maßnahmen dagegen. Eine schnelle Entwarnung an der Tankstelle erwartet die Bundesregierung nicht. Ein Tanker brauche drei bis sechs Wochen von der Meerenge von Hormus nach Europa, sagte ein Regierungssprecher. Dementsprechend werde es dauern, bis deutliche Preissenkungen hierzulande ankämen.
    Vizekanzler Klingbeil lud Wirtschaft und Gewerkschaften für Freitag zu einem Energiepreis-Gipfel ein. Auch die von der Koalition eingesetzte Taskforce will weiter Möglichkeiten ausloten. Es gebe bei so einer volatilen Lage keinen Grund für voreilige Kurskorrekturen, sagte Unionsfraktionsvize Müller. Ein einzelner Zwischenfall wie etwa ein Angriff auf einen Tanker könne ausreichen, um die mühsam erreichte Stabilität zu kippen. Beim Ölpreis seien jederzeit Ausschläge nach oben möglich.
    Diese Nachricht wurde am 09.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.