Rad-Klassiker
Koch siegt als erste deutsche Frau - Belgier van Aert gewinnt bei Paris-Roubaix vor Pogacar

Zum ersten Mal hat eine Deutsche das Radrennen Paris-Roubaix gewonnen. Franziska Koch setzte sich im Velodrom von Roubaix gegen die dreimalige Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden durch. Platz drei ging an die französische Tour-de-France-Siegerin Pauline Ferrand-Prévot.

    Franziska Koch auf dem Rad, direkt nach der Zieldurchfahrt im Velodrom in Roubaix
    Die Deutsche Franziska Koch gewinnt das Radrennen Paris-Roubaix 2026 (picture alliance / MAXPPP / BAZIZ CHIBANE)
    Koch hat in den vergangenen beiden Jahren den deutschen Meistertitel geholt. Nach dem Rennen sagte die 25-Jährige: "Roubaix ist ein Rennen, wo alles passieren kann. Es ist ein Traum." Zum ersten Mal wurde das Frauenrennen am selben Tag wie das der Männer ausgetragen. Die Frauen kamen etwa zwei Stunden nach den Männern ins Ziel.

    Van Aert vor Pogacar

    Bei den Männern gewann der Belgier Wout van Aert nach 258,3 Kilometern mit wenigen Zentimetern Vorsprung vor Tadej Pogacar. Bester Deutscher war der Kölner Nils Politt auf Platz neun.
    Im vergangenen Jahr hatte der Slowene Pogacar bei seiner Roubaix-Premiere ebenfalls den zweiten Platz belegt. Mit einem Sieg bei der "Königin der Klassiker" hätte er bei allen fünf bedeutenden Eintagesrennen - den sogenannten "Monumenten" - mindestens einmal gewonnen. Zu den "fünf Monumenten" zählen die Rennen Paris-Roubaix, die Flandern-Rundfahrt, Mailand-Sanremo, Lüttich-Bastogne-Lüttich und die Lombardei-Rundfahrt. Siege in all diesen Rennen gelangen bislang nur den drei Belgiern Eddy Merckx, Roger De Vlaeminck und Rik Van Looy.
    Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.