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StartseiteKonzertdokument der WocheDie Orgel neu gedacht20.10.2019

Kölner Orgel-Mixturen 2019Die Orgel neu gedacht

Die Orgel-Mixturen 2019 überraschten mit Rückblicken: Werke von Messiaen, Busotti und Ligeti standen für jene Zeit, in der es galt, das Genre Orgel radikal aufzubrechen. Auf der zeitgenössischen Schiene gab es Neuigkeiten u.a. von Robin Hoffmann, Tobias Hagedorn und Julián Quintero.

Am Mikrofon: Egbert Hiller

Dominik Susteck spricht vor Publikum in der Kunst-Station St. Peter (Frank Kämpfer)
Orgel-Mixturen in der Kölner Kunst-Station Sankt Peter (Frank Kämpfer)

Robin Hoffmann
"Wehner"  (UA)

Tobias Tobit Hagedorn
"Stehen und Gehen"

Julián Quintero Silva
"Unterholz" (UA)

und viele andere Mitschnitte vom 12., 14. und 16. August 2019 in der Kunst-Station Sankt Peter, Köln

In den 1950er Jahren hatten Komponisten und Organisten eine Entwicklung angestoßen, die erstarrten und kirchenmusikalisch verengten Traditionen des Genres zu erweitern oder zu durchbrechen. Bei den Orgel-Mixturen 2019 ist diese Ära durch Werke von Olivier Messiaen, Sylvano Busotti und György Ligeti repräsentiert.

Dominik Susteck, Organist der Kunst-Station, hat 2013 Ligetis Orgelwerke auf CD eingespielt. Diesmal präsentierte er eigene Ligeti-Hommàges. Matthias Geuting und Flötistin Evelin Degen spielten ein neues Werk von Robin Hoffmann, das auf überraschende Weise das Andenken Herbert Wehners bewahrt.

Ebenfalls in Köln dabei: Die japanische Organistin Jun Sagawa, die 2017 eine Orgel für Neue Musik in der Doshisha High School in Kyoto initiierte. Mit gleich drei neuen Werken für Orgel und Elektronik ist der Frankfurter Tobias Tobit Hagedorn vertreten. "Composer in residence" war 2019 Julián Quintero Silva aus Ecuador. Seine Komposition "Unterholz" ist ein Auftragswerk des Deutschlandfunks.

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang in unserer Mediathek.

 

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