
Auch wenn es Differenzen gebe, stehe man geschlossen gegenüber der Verpflichtung, die Demokratie zu verteidigen. Charles verwies auf die gemeinsamen Werte und Traditionen. Er betonte, die Herausforderungen seien zu groß, als dass eine Nation sie alleine bewältigen könne.
In diesem Zusammenhang sprach der britische König auch die Verteidigungspolitik beider Länder an. Diese sei fest miteinander verbunden. "Das Vereinigte Königreich ist sich bewusst, dass die Bedrohungen, denen wir ausgesetzt sind, eine Umgestaltung der britischen Verteidigung erfordern." Deshalb habe man sich zur größten nachhaltigen Aufstockung der Verteidigungsausgaben seit dem Kalten Krieg verpflichtet, so Charles.
Charles ruft zur Verteidigung der Ukraine auf
Er sagte zudem, dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit, die nach den Anschlägen vom 11. September 2001 auf die Vereinigten Staaten zu beobachten gewesen sei, sei auch für die Verteidigung der Ukraine "und ihres äußerst mutigen Volkes" erforderlich, um einen wahrhaft gerechten und dauerhaften Frieden zu sichern.
Besuch vor dem Hintergrund politischer Spannungen
Es war der erste Auftritt eines britischen Staatsoberhaupts vor den Abgeordneten seit einer Rede von Königin Elisabeth II. im Jahr 1991. Charles hatte am Dienstag Nachmittag im Weißen Haus ein Gespräch mit Präsident Trump geführt.
Ziel der viertägigen Reise des britischen Königs in die Vereinigten Staaten ist die Festigung der Allianz zwischen London und Washington. Der Besuch findet vor dem Hintergrund politischer Spannungen statt. Die USA hatten die mangelnde britische Unterstützung im Krieg gegen den Iran kritisiert. Zudem gibt es Streit über US-Handelszölle und den künftigen Status der Falklandinseln.
Diese Nachricht wurde am 28.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
