Wahl in Großbritannien
König Charles ernennt Labour-Chef zum neuen Premierminister - Starmer kündigt Wandel an

Der neue britische Premierminister Starmer hat einen Wandel im Land versprochen.

    Der Vorsitzende der Labour-Partei, Starmer und König Charles schütteln sich die Hände.
    Der Vorsitzende der Labour-Partei, Starmer, wurde von König Charles zum neuen Premierminister ernannt. (AP / Yui Mok)
    Bei seiner Antrittsrede vor dem Regierungssitz in der Downing Street in London sagte Starmer, das Land habe bei den gestrigen Unterhauswahlen entschlossen für Veränderung und eine nationale Erneuerung gestimmt. Es gebe einen verbreiteten Mangel an Vertrauen in die Politik, den seine Regierung durch Taten bekämpfen wolle.
    Starmer war zuvor von König Charles zum neuen Regierungschef ernannt worden. Der bisherige Regierungschef Sunak reichte im Buckingham Palast seinen Rücktritt ein. Sunaks Konservative Partei hatte bei der Parlamentswahl eine historische Niederlage erlitten. Die Labour-Partei errang im Unterhaus die absolute Mehrheit.

    Absolute Mehrheit mit nur 34 Prozent

    Nach Auszählung fast aller Stimmen kommt Labour auf 412 Abgeordnete, die Konservativen auf 121 Sitze. Die Liberaldemokraten gewannen 71 Mandate. Erstmals gelang der rechtspopulistischen Partei "Reform UK" der Einzug ins Parlament. Die Sozialdemokraten erhielten zwar nur 34 Prozent der Wählerstimmen. Dass es trotzdem zu einer satten Mehrheit an Sitzen im Unterhaus reicht, liegt vor allem am britischen Mehrheitswahlrecht, bei der in jedem Wahlkreis nur der Kandidat oder die Kandidatin mit den meisten Stimmen ins Parlament einzieht.
    Diese Nachricht wurde am 05.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.