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Radsport-Weltverband
Kolumbianischer Zeitfahrer Lopez wegen Dopingverdachts suspendiert

Knapp zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften in Glasgow hat der Radsport-Weltverband UCI den kolumbianischen Zeitfahrmeister Miguel Angel Lopez wegen Dopingverdachts suspendiert. Das teilte die UCI nach Ermittlungen der spanischen Guardia Civil und der spanischen Anti-Doping-Agentur Celad mit.

    Radprofi Miguel Angel Lopez lächelt 2020 bei der Zieleinfacht auf dem Col de la Loze während der Tour de France.
    Der kolumbianische Readprofi Miguel Angel Lopez 2020 bei der Tour de France auf dem Col de la Loze (Archivbild). (Benoit Tessier / Pool via AP)
    Lopez, der einst beim Giro d'Italia und bei "La Vuelta" in Spanien auf den dritten Gesamtrang gefahren war, wird laut Mitteilung der Besitz und die Verwendung von verbotenen Substanzen vor dem Giro 2022 vorgeworfen.
    Hintergrund ist eine mögliche Verbindung von Lopez zum umstrittenen Mediziner Marcos Maynar. Der Spanier war Mitte Mai wegen Drogenhandels und Geldwäsche festgenommen worden. Maynar, dem der Handel mit Dopingsubstanzen vorgeworfen wird, hatte die Vorwürfe damals zurückgewiesen. Radprofi Lopez wurde im Juli von seinem damaligen Astana-Team suspendiert und später entlassen, nachdem er am Flughafen in Madrid von der Polizei verhört und durchsucht worden war. Anschließend kam er wieder frei. 
    Der 29-Jährige gilt als Kletterspezialist und guter Rundfahrer. 2020 wurde er Gesamtsechster bei der Tour de France und gewann eine Etappe. Nach der Trennung vom Astana-Team fuhr Lopez zuletzt für das Team Medellin. Anfang des Jahres wurde er auch kolumbianischer Zeitfahrmeister. Durch die Suspendierung ist nun eine WM-Teilnahme ausgeschlossen.