
Die Wahllokale sind geschlossen, die Auszählung der Stimmzettel hat begonnen. Insgesamt traten 14 Kandidaten an. Zu ihnen zählen Senator Cepeda aus dem Regierungslager, die konservative Senatorin Valencia aus dem Umfeld des früheren Präsidenten Uribe und der rechtsgerichtete Anwalt de la Espriella.
Amtsinhaber Petro durfte gemäß Verfassung nicht erneut kandidieren. Er war der erste linke Präsident in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Während seiner vierjährigen Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, der Mindestlohn stieg um 75 Prozent.
Die Sicherheitslage verschlechterte sich aber. Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind.
Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
