
Derzeit werden die Stimmzettel ausgezählt. Dabei deutet sich ein enges Rennen an zwischen dem rechtsgerichteten Anwalt de la Espriella und Senator Cepeda aus dem linksgerichteten Regierungslager. Beide liegen bei jeweils mehr als 40 Prozent der Stimmen. Insgesamt waren 14 Kandidaten angetreten.
Amtsinhaber Petro durfte gemäß Verfassung nicht erneut kandidieren. Er war der erste linke Präsident in der Geschichte des südamerikanischen Landes. Während seiner vierjährigen Amtszeit sank die Arbeitslosigkeit, der Mindestlohn stieg um 75 Prozent.
Die Sicherheitslage verschlechterte sich aber. Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind.
Diese Nachricht wurde am 01.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
