Hohe Opferzahlen
Kolumbien stoppt Einsatz gegen Koka-Anbau

In Kolumbien hat die Regierung das Vorgehen gegen den Koka-Anbau gestoppt.

    Zwei Polizisten stehen über den Boden gebeugt zwischen Koka-Pflanzen.
    Drogenpolizei auf einer illegalen Koka-Plantage im Nordwesten Kolumbiens. (dpa / picture alliance / epa efe Efrain Patino)
    Das Innenministerium in Bogota begründete die Entscheidung mit einer hohen Zahl getöteter Polizisten und Soldaten bei Aktionen gegen Koka-Plantagen. Hintergrund der Entscheidung dürfte aber auch die Ankündigung der US-Regierung sein, Kolumbien zusammen mit mehreren anderen Staaten als "gescheitert" beim Kampf gegen den Drogenhandel einzustufen. Das führt in der Regel zu einer teilweisen oder vollständigen Aussetzung der US-Auslandshilfe. Der kolumbianische Präsident Petro hatte die Entscheidung Washingtons kürzlich mit Verweis auf die vielen getöteten Sicherheitskräfte seines Landes stark kritisiert.
    Das Blatt der Koka-Pflanze dient als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Kokain. Kolumbien gilt als weltgrößter Produzent der Droge. Durch deren Handel finanzieren sich in dem Land zunehmend bewaffnete kriminelle Gruppen.
    Diese Nachricht wurde am 19.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.