Südamerika
Kolumbien wählt neues Staatsoberhaupt - Wahlkampf von Gewalt überschattet

In Kolumbien sind mehr als 41 Millionen Menschen dazu aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen. Umfragen zufolge können der linke Senator und Menschenrechtler Cepeda sowie der rechte Anwalt de la Espriella mit den meisten Stimmen rechnen.

    Die Flagge Kolumbiens weht im Wind.
    Die Flagge Kolumbiens. (imago stock & people)
    Für einen Sieg im ersten Wahlgang ist mehr als die Hälfte der Stimmen notwendig. Wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit erzielt, kommt es am 21. Juni zu einer Stichwahl. Der populäre linksgerichtete Staatschef Petro kann laut der kolumbianischen Verfassung nach einer Amtszeit nicht wiedergewählt werden.

    Friedenspolitik von Staatschef Petro gilt als gescheitert

    Während Petros vierjähriger Präsidentschaft sank die Arbeitslosigkeit in dem südamerikanischen Land. Der Mindestlohn stieg um 75 Prozent. Allerdings gilt die Friedenspolitik Petros als gescheitert. Trotz Verhandlungen der Regierung mit den Guerilla- und paramilitärischen Gruppen des Landes verschlechterte sich die Sicherheitslage deutlich.

    Wahlkampf von Gewalt überschattet

    Die Wahl wird von der anhaltenden Gewalt in dem südamerikanischen Land überschattet. Bei Kämpfen zwischen zwei Splittergruppen der früheren Farc-Guerilla wurden im Endspurt des Wahlkampfs Dutzende Menschen getötet.
    Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind.

    Mehr zum Thema

    In unserer Sendung "Hintergrund" zur Wahl in Kolumbien geht es neben vielen innenpolitischen Themen auch um die Beziehungen Kolumbiens zu den USA unter Präsident Trump.
    Diese Nachricht wurde am 31.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.