Rassemblement National
Kommunalwahlen in Frankreich: Rechtspopulisten gewinnen in erster Runde in 24 Orten

Bei der Kommunalwahl in Frankreich hat die rechtsgerichtete Partei Rassemblement National nach eigenen Angaben in mehr Gemeinden als je zuvor Erfolge erzielt.

    Ein Briefumschlag, in dem in der rechten unteren Ecke das Logo und der Name der Partei Rassemblement National zu sehen sind.
    Die Partei Rassemblement National in so vielen Gemeinden wie nie zuvor die meisten Stimmen erhalten. (picture alliance / Hans Lucas / Matthieu Delaty)
    Vize-Parteichef Chenu sagte dem Sender RTL, in 24 Orten hätten RN-Kandidaten bereits in der ersten Runde gewonnen. In 60 lägen sie an der Spitze, darunter in Nizza und Toulon. In der Großstadt Marseille liegt Kandidat Allisio gleichauf mit dem sozialistischen Bürgermeister Payan. Mit Blick auf die Stichwahlen kommenden Sonntag rief Chenu die Kandidaten der Konservativen zu Wahlbündnissen auf. Man sei der beste Wall gegen Linke und Linksextreme. Zugleich schloss er nicht aus, dass der RN in einzelnen Fällen auch eigene Kandidaten zurückziehen könne, um aussichtsreichere Konservative zu unterstützen. Insgesamt wurde in 35.000 Kommunen gewählt. Trotz des verhältnismäßig geringen Anteils betonen politische Beobachter, dass die Erfolge des RN deren zunehmende Verwurzelung in der Fläche zeigten.
    In Paris zogen fünf Kandidaten in die Stichwahl ein, die meisten Stimmen in der ersten Runde erhielt der Sozialist Grégoire. Die Kommunalwahlen in Frankreich gelten auch als Stimmungstest für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.