Einmal mehr verspricht die Genforschung die Lösung eines alten Problems: Ein bestimmtes Gen, das bei Ratten, Affen und dem Menschen existiert und vermutlich eine wichtige Rolle bei der Samenproduktion besitzt, könnte eines Tages auch die Pille für den Mann möglich machen. "Das Gen ist im Nebenhoden von Ratten in besonders fruchtbaren Phasen besonders aktiv und produziert ein Peptid mit antibakteriellen Eigenschaften", resümiert Jong-Lian Zhang, Professor am Institut für Biologische Wissenschaften in Shanghai.
Zwar sind die chinesischen Forscher selbst von Tierversuchen mit dem Eiweiß noch weit entfernt, doch die Eigenschaften des Moleküls sind hochinteressant: Bin1b, so sein nüchterner Name, soll die Samenreifung unterbinden und überdies Bakterien und Viren zerstören können. Damit bestehe die Chance, daraus eines Tages eine Art chemisches Kondom herzustellen, das nicht nur Schwangerschaften verhütet, sondern auch vor ansteckenden Sexualerkrankungen schützen könnte. "Im nächsten Schritt möchten wir einerseits daraus ein antibakterielles Peptid erzeugen, mit dem Infektionen des Nebenhodens behandelt werden könnten. Daneben werden wir die Rolle des Eiweißes bei der Samenreifung genauer untersuchen", erklärt Zhang.
Der Abgleich des Gens mit bestehenden Gendatenbanken habe ergeben, dass Bin1b möglicherweise zu einer Reihe von Erb-Anleitungen gehöre, die für verschiedene Immunfunktionen verantwortlich zeichnen, berichtet Bin He, Projekt-Mitarbeiter an der Universität von North Carolina in Chapel Hill. Allerdings spielten sich alle Versuche mit dem vielversprechenden Eiweiß bislang nur im Reagenzglas ab - Von Tierversuchen, geschweige denn anwendbaren Medikamenten ist das Vorhaben noch weit entfernt. "Bei der Samenreifung laufen viele verschiedene Prozesse hintereinander ab, bei denen wiederum ganz unterschiedliche Gene zusammenarbeiten. Unsere Entdeckung ist quasi nur der Anfang einer Hoffnung", so Professor Jong-Lian Zhang.
[Quellen: Klaus Herbst]
Zwar sind die chinesischen Forscher selbst von Tierversuchen mit dem Eiweiß noch weit entfernt, doch die Eigenschaften des Moleküls sind hochinteressant: Bin1b, so sein nüchterner Name, soll die Samenreifung unterbinden und überdies Bakterien und Viren zerstören können. Damit bestehe die Chance, daraus eines Tages eine Art chemisches Kondom herzustellen, das nicht nur Schwangerschaften verhütet, sondern auch vor ansteckenden Sexualerkrankungen schützen könnte. "Im nächsten Schritt möchten wir einerseits daraus ein antibakterielles Peptid erzeugen, mit dem Infektionen des Nebenhodens behandelt werden könnten. Daneben werden wir die Rolle des Eiweißes bei der Samenreifung genauer untersuchen", erklärt Zhang.
Der Abgleich des Gens mit bestehenden Gendatenbanken habe ergeben, dass Bin1b möglicherweise zu einer Reihe von Erb-Anleitungen gehöre, die für verschiedene Immunfunktionen verantwortlich zeichnen, berichtet Bin He, Projekt-Mitarbeiter an der Universität von North Carolina in Chapel Hill. Allerdings spielten sich alle Versuche mit dem vielversprechenden Eiweiß bislang nur im Reagenzglas ab - Von Tierversuchen, geschweige denn anwendbaren Medikamenten ist das Vorhaben noch weit entfernt. "Bei der Samenreifung laufen viele verschiedene Prozesse hintereinander ab, bei denen wiederum ganz unterschiedliche Gene zusammenarbeiten. Unsere Entdeckung ist quasi nur der Anfang einer Hoffnung", so Professor Jong-Lian Zhang.
[Quellen: Klaus Herbst]