Der Reis kommt im Normalfall über den Seeweg hierher sei es aus Nordamerika oder sei es als lose Containerware aus Indien, Pakistan, Thailand; zum Teil auch der Reis, der aus Europa kommt, in Silozügen lose aus Norditalien oder über Küstenmotorschiffe aus Spanien aber unter Umständen auch aus Griechenland. Es kommt auch relativ viel Reis aus Südamerika, niederländische Antillen, sprich Surinam und Guayana.
Insgesamt importieren deutsche Reismühlen rund 250.000 Tonnen Reis pro Jahr. Die größten Mengen stammen dabei nicht etwa aus asiatischen Ländern, sondern mit jeweils 60.000 Tonnen aus Norditalien und aus den USA. Ein Teil davon wird wieder exportiert und dabei bietet Hamburg einen wichtigen Standortvorteil, weiß Geschäftsführer Rolf Dziedek:
Natürlich haben wir auch Exportaktivitäten hier vom Standort Hamburg aus in Richtung Skandinavien, in Richtung Großbritannien, auch in Richtung Osteuropa. Und da ist der Standort Hamburg sicherlich von strategischer Bedeutung.
Vor dem Export wird der Reis verarbeitet. Ein starker Magnet entzieht jeder Lieferung Metallsplitter und bei Importen aus den USA nicht selten Schrotkugeln. Euryza produziert in drei Linien: Weißen Reis. Rundkornreis, der als Milchreis oder Risottoreis in den Handel kommt. Und parboiled Reis. Bei diesem Verfahren wird der Reis ebenfalls geschliffen und dabei Silberhäutchen und Keimling entfernt. Doch die gesunden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Vitamin B werden dem Korn mit hohem Druck wieder eingepresst. Bei der Verarbeitung treibt Euryza einen hohen Aufwand, sagt Uwe Hohmann:
In der Tat wird hier jedes einzelne Reiskorn angeschaut und zwar im wahrsten Sinne de Wortes. Es gibt optische Lesemaschinen, die das Reiskorn auf Abweichungen hin anschauen, sprich auf farbliche Veränderungen. Es können verfärbte Körner drin sein, es können Fremdkörper drin sein. Und ein optisches System erkennt ein verfärbtes Reiskorn und schießt es mittels eines kleinen Luftstoßes aus dem Reisstrom heraus.
Dieser hohe technische Aufwand ist nötig, um sich der wachsenden Konkurrenz zu erwehren. Obwohl die die Deutschen kontinuierlich mehr Reis essen und gerade Euryza vom Boom bei Spezialitäten wie Basmati-, Thai- oder Wildreis profitiert, haben die Reismüller Sorgen. Der Grund: Die EU hat nicht nur die Importzölle für Reis gesenkt, sondern auch den Schutz für europäische Mühlen abgebaut, so Rolf Dziedek:
Bis zur Rückführung des Zolles in diesem Jahr gab es einen gewissen Schutz. Nachdem die Reiszölle abgebaut werden ist auch gleichzeitig die Differenz zwischen dem Braunreis- und Weißreis zurückgefahren worden. Was schon zu einer erheblichen Belastung für die deutschen und europäischen Reismühlen führen kann.
Denn statt ihren Reis unverarbeitet in die EU exportieren zu müssen, können asiatische Mühlen künftig ihren Reis in der Heimat schleifen, verpacken und in Europa billig anbieten. Die frohe Kunde für Reisfreunde: Die Preise für die gesunden Körner dürften mittelfristig sinken. Deutschlands Reismühlen müssen sich dagegen neu positionieren. Die Hamburger Reismühle setzt auf Qualität, neue Produkte wie Mikrowellengerichte und ein breiteres Angebot. Im vergangenen Jahr hat Euryza deshalb die Marke Reisfit von Kraft Food Deutschland gekauft und seinen Umsatz um 35 Prozent ausgebaut. Bisher wurden die Kochbeutel bei Müller´s Mühle in Gelsenkirchen produziert. Jetzt wird die Produktion, um Kosten zu sparen, nach Hamburg verlagert. Bald werden also unterhalb des Siloturmes noch viel mehr Schuten festmachen.
Insgesamt importieren deutsche Reismühlen rund 250.000 Tonnen Reis pro Jahr. Die größten Mengen stammen dabei nicht etwa aus asiatischen Ländern, sondern mit jeweils 60.000 Tonnen aus Norditalien und aus den USA. Ein Teil davon wird wieder exportiert und dabei bietet Hamburg einen wichtigen Standortvorteil, weiß Geschäftsführer Rolf Dziedek:
Natürlich haben wir auch Exportaktivitäten hier vom Standort Hamburg aus in Richtung Skandinavien, in Richtung Großbritannien, auch in Richtung Osteuropa. Und da ist der Standort Hamburg sicherlich von strategischer Bedeutung.
Vor dem Export wird der Reis verarbeitet. Ein starker Magnet entzieht jeder Lieferung Metallsplitter und bei Importen aus den USA nicht selten Schrotkugeln. Euryza produziert in drei Linien: Weißen Reis. Rundkornreis, der als Milchreis oder Risottoreis in den Handel kommt. Und parboiled Reis. Bei diesem Verfahren wird der Reis ebenfalls geschliffen und dabei Silberhäutchen und Keimling entfernt. Doch die gesunden Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Vitamin B werden dem Korn mit hohem Druck wieder eingepresst. Bei der Verarbeitung treibt Euryza einen hohen Aufwand, sagt Uwe Hohmann:
In der Tat wird hier jedes einzelne Reiskorn angeschaut und zwar im wahrsten Sinne de Wortes. Es gibt optische Lesemaschinen, die das Reiskorn auf Abweichungen hin anschauen, sprich auf farbliche Veränderungen. Es können verfärbte Körner drin sein, es können Fremdkörper drin sein. Und ein optisches System erkennt ein verfärbtes Reiskorn und schießt es mittels eines kleinen Luftstoßes aus dem Reisstrom heraus.
Dieser hohe technische Aufwand ist nötig, um sich der wachsenden Konkurrenz zu erwehren. Obwohl die die Deutschen kontinuierlich mehr Reis essen und gerade Euryza vom Boom bei Spezialitäten wie Basmati-, Thai- oder Wildreis profitiert, haben die Reismüller Sorgen. Der Grund: Die EU hat nicht nur die Importzölle für Reis gesenkt, sondern auch den Schutz für europäische Mühlen abgebaut, so Rolf Dziedek:
Bis zur Rückführung des Zolles in diesem Jahr gab es einen gewissen Schutz. Nachdem die Reiszölle abgebaut werden ist auch gleichzeitig die Differenz zwischen dem Braunreis- und Weißreis zurückgefahren worden. Was schon zu einer erheblichen Belastung für die deutschen und europäischen Reismühlen führen kann.
Denn statt ihren Reis unverarbeitet in die EU exportieren zu müssen, können asiatische Mühlen künftig ihren Reis in der Heimat schleifen, verpacken und in Europa billig anbieten. Die frohe Kunde für Reisfreunde: Die Preise für die gesunden Körner dürften mittelfristig sinken. Deutschlands Reismühlen müssen sich dagegen neu positionieren. Die Hamburger Reismühle setzt auf Qualität, neue Produkte wie Mikrowellengerichte und ein breiteres Angebot. Im vergangenen Jahr hat Euryza deshalb die Marke Reisfit von Kraft Food Deutschland gekauft und seinen Umsatz um 35 Prozent ausgebaut. Bisher wurden die Kochbeutel bei Müller´s Mühle in Gelsenkirchen produziert. Jetzt wird die Produktion, um Kosten zu sparen, nach Hamburg verlagert. Bald werden also unterhalb des Siloturmes noch viel mehr Schuten festmachen.