
Zweitstärkste Kraft wurde demnach die Linkspartei "AKEL" mit knapp 24 Prozent, gefolgt von der rechtsgerichteten "Nationalen Volksfront" mit elf Prozent. Das amtliche Endergebnis und die genaue Sitzverteilung im Parlament werden zyprischen Medien zufolge erst am Montag vorliegen. Auf die Regierung in Zypern hat die Parlamentswahl keine direkte Auswirkung. Die politische Macht liegt beim Staatsoberhaupt, das direkt vom Volk gewählt wird und die Regierung führt. Seit drei Jahren ist dies der konservative Präsident Christodoulidis.
Folgen des Krieges im Nahen Osten ein Thema im Wahlkampf
Das Ergebnis gilt auch als Stimmungsbarometer für die 2028 anstehende Präsidentschaftswahl. Im Mittelpunkt des Wahlkampfes standen unter anderem die Folgen des Krieges im Nahen Osten, die sich auf Preise und die wichtigste Einkommensquelle des Landes – den Tourismus – auswirken. Auch Themen wie Migration, Vetternwirtschaft und Korruption sowie die seit 1974 andauernde Besetzung des Nordens der Insel durch türkische Truppen und die daraus resultierende faktische Teilung Zyperns wurden intensiv diskutiert.
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Diese Nachricht wurde am 24.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
