Im Jugendschutzstaatsvertrag ist es genau geregelt, was im Internet nicht so einfach frei herumliegen darf: pornographische und Gewalt verherrlichende Darstellungen zum Beispiel. Um diese Gefahr für Kinder und Jugendliche zu minimieren, gibt es in Deutschland mehrere Beschwerdestellen. D. Papendick gehört zu dem 15köpfigen Team von "Jugendschutz.net" in Mainz. Die Organisation überprüft im Auftrag der Bundesländer das Internet auf Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz. Vor allem mit Hilfe einer Beschwerdestelle, einer Hotline. Allerdings klingeln hier nur selten die Telefone. Viel öfter bekommen die Mitarbeiter Hinweise auf jugendgefährdende Internetseiten per Email beziehungsweise digitalem Beschwerde-Formular.
"Hauptsächlich. Und das hat ja auch seine innere Logik. Wenn ich gerade im Internet surfe, dann ist das sehr passend, einfach über ein Internet-Formular einen Pfad zu einer bestimmten Webseite dort einzukopieren. Über Telefon wäre das auch gar nicht so praktisch, weil man ganz oft einfach einen Punkt oder Slash in der Adresse nicht richtig mitbekommt. Das heißt, das ist auch im Medium angelegt, die sinnvollste Übermittlungsvariante."
"Hier haben wir jetzt beispielsweise ein Angebot, was der Hinweisgeber als rechtsextrem klassifiziert hat."
Und für diesen Bereich ist Thomas Günter, ein junger Jurist im coolen T-Shirt, der Spezialist von Jugendschutz.net.
"Es steht eben die URL dabei, also eben die Netzadresse. Und er hat dazugeschrieben als Bemerkung: "Deutsche Naziseite. Unter anderem findet man die 88." Die 88 steht eben im rechtsextremen Kontext für Heil Hitler. Der achte Buchstabe jeweils im Alphabet. Und "Heil Hitler" selber ist ein verfassungsfeindliches Kennzeichen und deshalb verboten."
Doch es handelt sich nur um ein rechtsextremes Forum, in dem jemand die Zahl 88 in seinem Benutzernamen führt:
"Das heißt, so auf den ersten Blick können wir gegen dieses Angebot, so wie es aussieht, nichts unternehmen. Hier haben wir zum Beispiel eine Meldung, die sich auf den Bereich Pornographie bezieht. Der Hinweisgeber hat reingeschrieben: "Pornos ohne Ende. Kein Schutz. Mein Sohn hat sich diese Seite reingezogen." Wenn wir hier anklicken, kommen wir auf eine Seite mit einer com-Adresse. Und da sind auf jeden Fall pornographische Bilder. Pornographische Bilder werden hier frei zugänglich angeboten, ohne dass irgendwie eine Sicherung erfolgt, dass Kinder und Jugendliche nicht darauf zugreifen."
Klarer Fall: Der Verantwortliche dieser com-Domain muss ausfindig gemacht werden. Thomas Günter gibt die Domain in eine so genannte Whois-Datenbank ein:
"Gut. Also danach sehen wir hier zum Beispiel, dass es zwar eine com-Adresse ist, dass aber der Verantwortliche für diese Seite in Berlin sitzt. Das heißt wir haben da auf jeden Fall jemanden, gegen den wir vorgehen können."
Denn säße der Verantwortliche zum Beispiel in den USA, wo die Meinungsfreiheit oft mehr zählt als der Jugendschutz, wären die Mitarbeiter von Jugendschutz.net relativ machtlos. Trotzdem gibt es zwei internationale Netzwerke zur Bekämpfung der rechtsextremen und frei zugänglichen pornographischen Darstellungen. Papendick ist ganz mulmig zu Mute. Sie hat einen Hinweis zum deutschen Internetauftritt des Kinofilms "Die Hostel" erhalten.
"Also hier sind immer nur so halb gezeigte Gewalt- und Folterszenen, wie eine Zange an den Füßen oder Händen, weiß man nicht genau, was abschneidet. Eine Kettensäge war zu sehen. Blut überall war zu sehen. Man sieht es nicht vollkommen. Aber man hat dabei den Sound, das Schreien. Man hat dabei immer die Schnitte auf die verzweifelten Gesichter der Opfer. Man hat dabei eine düstere Stimmung. Und das wäre dann, auch ohne dass Gewalt dann bis zum Ende zelebriert wird Gewalt verherrlichend - auf jeden Fall ein entwicklungsbeeinträchtigender Inhalt."
Solche Filme können Kindern und Jugendlichen Angst einjagen. Der Verantwortliche für diese Seite bekommt eine schriftliche Abmahnung. Und das dank der Mithilfe aufmerksamer Internet-Nutzer.
"Hauptsächlich. Und das hat ja auch seine innere Logik. Wenn ich gerade im Internet surfe, dann ist das sehr passend, einfach über ein Internet-Formular einen Pfad zu einer bestimmten Webseite dort einzukopieren. Über Telefon wäre das auch gar nicht so praktisch, weil man ganz oft einfach einen Punkt oder Slash in der Adresse nicht richtig mitbekommt. Das heißt, das ist auch im Medium angelegt, die sinnvollste Übermittlungsvariante."
"Hier haben wir jetzt beispielsweise ein Angebot, was der Hinweisgeber als rechtsextrem klassifiziert hat."
Und für diesen Bereich ist Thomas Günter, ein junger Jurist im coolen T-Shirt, der Spezialist von Jugendschutz.net.
"Es steht eben die URL dabei, also eben die Netzadresse. Und er hat dazugeschrieben als Bemerkung: "Deutsche Naziseite. Unter anderem findet man die 88." Die 88 steht eben im rechtsextremen Kontext für Heil Hitler. Der achte Buchstabe jeweils im Alphabet. Und "Heil Hitler" selber ist ein verfassungsfeindliches Kennzeichen und deshalb verboten."
Doch es handelt sich nur um ein rechtsextremes Forum, in dem jemand die Zahl 88 in seinem Benutzernamen führt:
"Das heißt, so auf den ersten Blick können wir gegen dieses Angebot, so wie es aussieht, nichts unternehmen. Hier haben wir zum Beispiel eine Meldung, die sich auf den Bereich Pornographie bezieht. Der Hinweisgeber hat reingeschrieben: "Pornos ohne Ende. Kein Schutz. Mein Sohn hat sich diese Seite reingezogen." Wenn wir hier anklicken, kommen wir auf eine Seite mit einer com-Adresse. Und da sind auf jeden Fall pornographische Bilder. Pornographische Bilder werden hier frei zugänglich angeboten, ohne dass irgendwie eine Sicherung erfolgt, dass Kinder und Jugendliche nicht darauf zugreifen."
Klarer Fall: Der Verantwortliche dieser com-Domain muss ausfindig gemacht werden. Thomas Günter gibt die Domain in eine so genannte Whois-Datenbank ein:
"Gut. Also danach sehen wir hier zum Beispiel, dass es zwar eine com-Adresse ist, dass aber der Verantwortliche für diese Seite in Berlin sitzt. Das heißt wir haben da auf jeden Fall jemanden, gegen den wir vorgehen können."
Denn säße der Verantwortliche zum Beispiel in den USA, wo die Meinungsfreiheit oft mehr zählt als der Jugendschutz, wären die Mitarbeiter von Jugendschutz.net relativ machtlos. Trotzdem gibt es zwei internationale Netzwerke zur Bekämpfung der rechtsextremen und frei zugänglichen pornographischen Darstellungen. Papendick ist ganz mulmig zu Mute. Sie hat einen Hinweis zum deutschen Internetauftritt des Kinofilms "Die Hostel" erhalten.
"Also hier sind immer nur so halb gezeigte Gewalt- und Folterszenen, wie eine Zange an den Füßen oder Händen, weiß man nicht genau, was abschneidet. Eine Kettensäge war zu sehen. Blut überall war zu sehen. Man sieht es nicht vollkommen. Aber man hat dabei den Sound, das Schreien. Man hat dabei immer die Schnitte auf die verzweifelten Gesichter der Opfer. Man hat dabei eine düstere Stimmung. Und das wäre dann, auch ohne dass Gewalt dann bis zum Ende zelebriert wird Gewalt verherrlichend - auf jeden Fall ein entwicklungsbeeinträchtigender Inhalt."
Solche Filme können Kindern und Jugendlichen Angst einjagen. Der Verantwortliche für diese Seite bekommt eine schriftliche Abmahnung. Und das dank der Mithilfe aufmerksamer Internet-Nutzer.