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KooperationsverbotSchwerpunktthema: Die unterfinanzierte Schule

Am spannendsten ist, was nicht drin steht im Koalitionsvertrag: Im Bereich der Bildungspolitik ändert sich nämlich erstaunlich wenig. Union und SPD haben sich nicht darauf einigen können, das Kooperationsverbot in der Bildung zu kippen.

Moderation: Sandra Pfister | 30.11.2013

Für Schüler, Eltern und Lehrer heißt das: Es gibt kein neues Bundesprogramm zum Ausbau von Ganztagsschulen, der Bund darf den Ländern bei der Finanzierung von Schulen weiterhin nicht unter die Arme greifen. Keine gute Nachricht für Schulen, in denen es oft am nötigsten fehlt: Geld für Kopierpapier, für ein gutes Nachmittagsprogramm, von mehr Personal ganz zu schweigen - das wäre nötig, damit die gewünschte Inklusion von Kindern mit Handicap gelingt. Viele Schulen müssen regelmäßig ihre Fördervereine anbetteln, und die sind oft nur dann solvent, wenn die Schule in einem Stadtviertel mit gut situierten Eltern liegt. Die Unterfinanzierung vieler Schulen ist auch ein Einfallstor für Unternehmen, die sich großzügig zeigen, um im Gegenzug auf Schüler und Unterricht Einfluss nehmen zu können.
PISAplus fragt: Welche Möglichkeiten gibt es, Schulen zu finanzieren, wenn der Staat nicht mehr Geld geben kann oder will? Ist Sponsoring an Schulen in Ordnung? Wo sind die Grenzen? Wäre Schulgeld für Sie ein Tabu?
Gesprächsgäste waren:
  • Dieter Dohmen, Leiter des Forschungsinstituts für Bildungs- und Sozialökonomie FiBS
  • Brigitte Naber, Vorsitzende des Schulleitungsverbands Niedersachsen und Leiterin der Integrierten Gesamtschule Roderbruch
  • Timon Dzienus, Landesschülervertretung Niedersachsen
Umfragen:
Henry Bernhard: Woran fehlt es an Ihrer Schule ?
Anke Petermann: Und haben Sie eine Idee, woher das Geld kommen könnte ?
Außerdem Kurzmeldungen aus der Bildungswelt.
Eine Sendung mit Hörerbeteiligung: 0800 4464 4464 oder E-Mail an pisaplus@deutschlandfunk.de.