Kolonialzeit
Koordinierungsrat soll Rückgabe von Raubkunst erleichtern

Für die Rückgabe von Raubkunst aus der Kolonialzeit soll ein Koordinierungsrat eingerichtet werden. Darauf haben sich das Auswärtige Amt, Kulturstaatsminister Weimer sowie Länder und Kommunen verständigt.

    Raubkunst-Bronzen aus dem Land Benin in Westafrika im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg in einer Vitrine
    Raubkunst-Bronzen aus dem Land Benin in Westafrika im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt )
    Der Rat soll als zentrale Anlaufstelle für ausländische Regierungen dienen und Rückgabeprozesse begleiten. Zudem will man die fachliche Beratung von deutschen Museen und ihren Trägern verbessern. Viele Herkunftsstaaten hatten zuvor angesichts der föderalen Zuständigkeiten in Deutschland einen klaren Ansprechpartner gefordert. Deutschland nehme die Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit ernst, betonte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Güler.
    Zehntausende Kulturgüter aus der Kolonialzeit sollen sich derzeit in deutschen Museen befinden.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.