Medienbericht
Kopfsteinpflaster abschleifen: Kommunen interessiert an neuem Verfahren für ebenere Flächen

Bundesweit prüfen Kommunen im Straßenbau ein neues Verfahren zum Abschleifen von holprigem Kopfsteinpflaster.

    Nahaufnahme von Kopfsteinpflaster im Abendsonnenlicht.
    Schön anzusehen, aber oft unpraktisch im Alltag: Kopfsteinpflaster. (IMAGO / Panthermedia / Bulllle via imago-images.de)
    Wie der Tagesspiegel berichtet, sind für einige Strecken die Fräsarbeiten in Planung, etwa im brandenburgischen Eichwalde oder westfälischen Münster, für andere wurden sie bereits durchgeführt oder haben begonnen, etwa im bayerischen Neumarkt oder in der thüringischen Gemeinde Grammetal. Die Idee geht auf ein Forschungsprojekt der TH Wildau und der TU Berlin mit Kooperationspartnern zurück. Der Verkehrswissenschaftler Christian Rudolph erklärte, Abschleifen sei günstiger, schneller und nachhaltiger als konventionelle Sanierung oder Asphaltierung. Das historische, teils denkmalgeschützte Stadtbild bleibe erhalten. Zudem brauche es keine neuen Entwässerungssysteme, da Regenwasser weiter durch die Fugen versickern könne. - Bei der Methode wird das Kopfsteinpflaster mit einer schweren Maschine abgeschliffen. Es entsteht eine nahezu ebene Fläche. Der Fahrbahnbelag muss nicht ausgetauscht werden. Radfahren wird angenehmer, Lärmbelästigung nimmt ab.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.