
Nach Abschluss der rund zweijährigen Ermittlungen schlug der zuständige Untersuchungsrichter eine Anklageerhebung gegen Begoña Gómez wegen Korruption, illegaler Einflussnahme, Veruntreuung und Verstößen gegen Markenrechte vor, wie die Justiz mitteilte. Im Zentrum der Untersuchung stand die Einrichtung eines Lehrstuhls an der Universität Complutense in Madrid, dessen Co-Leitung Gómez innehatte. Die 55-Jährige bestreitet die Vorwürfe. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen einer aus ihrer Sicht dünnen Beweislage wiederholt die Einstellung des Verfahrens beantragt.
Die Regierung sprach von einer politisch motivierten Kampagne. Die Ermittlungen hatten aufgrund einer Anzeige der als äußerst rechts geltenden Vereinigung "Manos Limpias" - saubere Hände - begonnen. Die Organisation wirft Gómez vor, ihre Nähe zu Regierungschef Sánchez genutzt zu haben, um wirtschaftliche Vorteile zu erschleichen.
Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
