Kartellamt
Kraftstoffpreise im Mai kräftig gefallen - Rohölpreise aber auch

Die Kraftstoffpreise sind nach Einführung des Tankrabatts im Mai laut Bundeskartellamt kräftig gefallen - genauso wie die Rohölpreise. Das Kartellamt werde daher weiter "eingehend untersuchen", wie der Tankrabatt tatsächlich weitergegeben wurde, erklärte Behördenchef Mundt.

    Tankvorgang an der Raststätte Bühl Ost
    Die Spritpreise sind gefallen. (picture alliance / SNS / Steven Mohr)
    Die Benzinpreise gingen - nach der Steuersenkung um fast 17 Cent - im Mai im Schnitt um weitere circa fünf Cent zurück, wie das Kartellamt mitteilte. Der Preis für Super E10 lag demnach im Monatsschnitt bei 1,985 Euro pro Liter. Die Dieselpreise sanken sehr viel stärker um circa 17,7 Cent, im Schnitt lagen sie bei 1,983 Euro pro Liter. Damit lagen sie also wieder unter dem Preis für Super E10.
    "Grund hierfür ist, dass sich die Verfügbarkeit und Absatzerwartungen bei Diesel und Benzin umgedreht haben", erklärte die Behörde: Diesel sei mittlerweile recht gut verfügbar einerseits wegen der Hoffnung auf Entspannung in Hormus und weil Importe aus der Golfregion zum Teil durch Importe aus EU-Staaten ersetzt werden. Zudem erwarteten Marktteilnehmer für den Sommer eher einen steigenden Benzin-Absatz.
    Die Rohölpreise fielen im Mai laut Kartellamt um rund elf Prozent oder sieben Cent pro Liter. Die Großhandelspreise bewegten sich demnach weitestgehend parallel zum Rohölpreis.
    Die Einhaltung der Zwölf-Uhr-Regel wird seit der Einführung am 1. April automatisiert vom Kartellamt überwacht. Die Zahl der Abweichungen sei durchaus hoch, erklärte Mundt. Fast 90 Prozent der Abweichungen lägen aber zwischen 11.50 Uhr und 12.10 Uhr. "Viele scheinen mir Anfangsfehler technischer Art zu sein, es gibt aber auch grobe Abweichungen." 
    Diese Nachricht wurde am 30.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.