Iran-Krieg
Kraftstoffpreise steigen weiter - Regierung plant keine neuen Entlastungen

Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind nach dem Ende des Tankrabatts weiter gestiegen. Wichtigster Treiber dürfte nach Angaben des ADAC der Ölpreis sein, der sich deutlich erhöht hat. E10 ist rund 4 Cent von seinem Jahreshöchstwert entfernt.

    Das Bild zeigt mehrere Zapfsäulen an einer Tankstelle. Im Vordergrund sind vier Zapfpistolen zu sehen, daneben weitere unscharf im Hintergrund.
    Die Kraftstoffpreise steigen aktuell laut ADAC. (Imago / HMB-Media / Marco Bader)
    Ein Liter Super E10 kostete laut ADAC am Sonntag im bundesweiten Mittel 2,152 Euro. Damit verteuerte es sich im Vergleich zum Freitag um weitere 1,1 Cent. Diesel sei im Vergleich zum Freitag um 1,6 Cent auf 2,177 Euro pro Liter gestiegen. Bei beiden Kraftstoffen war es demnach der achte Anstieg in Folge. Nach dem Ende des Tankrabatts Ende Juni hatten sich die Preise ein wenig beruhigt. Im Vergleich ist E10 derzeit 13,6 Cent teurer, Diesel sogar 23,1 Cent.

    Keine neuen Entlastungen vorgesehen

    Die Bundesregierung plant dennoch keine neuen Entlastungen für Autofahrer. Regierungssprecher Kornelius verwies auf Schwankungen der Spritpreise je nach Lage im Iran-Krieg und in der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen.

    Tankrabatt kostete Bundesregierung rund 1,6 Milliarden Euro

    Der Tankrabatt von rund 17 Cent pro Liter war zum 1. Juli abgelaufen; er galt für zwei Monate und war nach Angaben des Kartellamts zu rund 80 Prozent bei den Autofahrern angekommen. Die Maßnahme kostete den Bund rund 1,6 Milliarden Euro. Die schwarz-rote Koalition hatte als Folge des Iran-Krieges zudem seit Ende Februar auch eine Regelung eingeführt, wonach Tankstellen nur noch einmal am Tag um 12 Uhr Mittags die Preise anheben durften. Das sollte für mehr Transparenz sorgen.
    Diese Nachricht wurde am 20.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.