Gesundheitspolitik
Krankenkassen verteidigen freiwillige Leistungen für Versicherte

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat die Forderung des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, abgelehnt, freiwillige Leistungen für Versicherte zu streichen.

    Eine Gesundheitskarte liegt auf vielen Euro Banknoten als Symbolbild für steigende Krankenkassenbeiträge und notwendige Reformen im Gesundheitssystem
    Debatte um Ausgaben der Krankenkassen (picture alliance / SZ Photo / Wolfgang Filser)
    Dies löse die grundlegenden Probleme des Gesundheitssystems nicht, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Lanz, der Online-Ausgabe der Zeitung "Die Welt". Mit solchen "Scheindebatten" werde vom Reformbedarf im ambulanten Bereich, bei den Kliniken und im Bereich der Arzneimittel abgelenkt.
    Gassen hatte vorgeschlagen, dass gesetzliche Krankenkassen an freiwilligen Leistungen wie homöopathischen Mitteln, Gesundheitskursen oder Fitnesstrackern sparen sollten. Das würde pro Jahr Einsparungen von bis zu einer Milliarde Euro bringen, betonte Gassen.
    Die freiwilligen Leistungen gehen über das allgemeine Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus und sind von Kasse zu Kasse unterschiedlich.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.