Debatte
Krankenstand: "Merz hat völlig recht": Kanzler bekommt Unterstützung von Kassenärztlicher Bundesvereinigung

Bundeskanzler Merz hat mit seinen Aussagen zu Krankschreibungen in Deutschland unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

    Andreas Gassen, Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
    Andreas Gassen, Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (Archivbild). (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
    Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, sagte dem "Tagesspiegel", Merz habe völlig recht. Deutschland habe im internationalen Vergleich einen sehr hohen Krankenstand. Die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung lade natürlich zum Missbrauch ein, ergänzte Gassen. Am Telefon könne niemand zuverlässig beurteilen, ob jemand wirklich arbeitsunfähig sei oder nicht.
    Von SPD, Grünen, Linken und dem BSW hatte es hingegen Kritik an den Äußerungen des Kanzlers gegeben. Linken-Bundesgeschäftsführer Ehling teilte mit, wer den hohen Krankenstand beklage, solle über Überlastung, Personalmangel und krankmachende Arbeitsbedingungen reden, statt Beschäftigten fehlende Arbeitsmoral zu unterstellen.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.