
Der Bundesvorsitzende Blumenthal-Beier sagte im Deutschlandfunk, für die Hausärzte bedeuteten die Änderungen ein Minus. Die Praxen würden jetzt massive Kürzungsprogramme einleiten. Blumenthal-Beier verwies zum einen auf die Deckelung der Vergütung. So würden die deutlich gestiegenen Kosten für Miete und Personal nicht ausgeglichen. Zum anderen gebe es deutliche Abschläge, wenn Ärzte über ihr Budget hinaus Patienten aufnähmen. Es gebe bereits Praxen, die schon aufgrund des Gesetzentwurfes jegliche Einstellungen und Praxiserweiterungen auf Eis gelegt hätten.
Blumenthal-Baier kritisierte, das Gesetz sei nicht gerecht und auch handwerklich schlecht gemacht. Während bei der ambulanten Versorgung deutlich gekürzt werde, würden andere Bereiche wie die Pharmaindustrie weniger belastet. Die Hausärzte sei sehr enttäuscht von der Bundesregierung und dem Gesundheitsministerium.
Der Bundestag hatte die Reform gestern beschlossen. Später passierte das Gesetz auch den Bundesrat.
Diese Nachricht wurde am 11.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
