Nach Orbán-Niederlage
Kreml hofft auf weiterhin gute Beziehungen zu Ungarn

Nach der Niederlage des bisherigen Regierungschefs Orbán bei der Wahl in Ungarn hat Russland den Willen zu guten Beziehungen auch mit der künftigen Führung des Landes bekundet. Kremlsprecher Peskow erklärte, Moskau respektiere den Wahlausgang und wünsche sich ein gutes Verhältnis zu Ungarn und dem übrigen Europa.

    Kremlsprecher Dmitri Peskow
    Kremlsprecher Dmitri Peskow (Ulf Mauder/dpa)
    Die Ministerpräsidenten der Slowakei und Tschechiens, Fico und Babis, die ebenfalls als politische Verbündete Orbáns gelten, gratulierten dem proeuropäischen Kandidaten Magyar zu seinem Wahlsieg. Beide sagten eine konstruktive Zusammenarbeit zu.
    Bundeskanzler Merz zeigte sich erleichtert über den Sieg Magyars. Er sagte in Berlin, von Ungarn gehe ein sehr klares Zeichen gegen den Rechtspopulismus auf der ganzen Welt aus. Das Ergebnis zeige, dass die demokratischen Gesellschaften offensichtlich sehr viel widerstandsfähiger gegen russische Propaganda und weitere Einflussnahme von außen auf solche Wahlen seien. Auch Vertreter der Europäischen Union begrüßten den Wahlausgang.
    Magyars Partei Tisza wird im neuen ungarischen Parlament eine Zwei-Drittel-Mehrheit stellen. Damit kann sie die Verfassung ändern und weitreichende Reformen anstoßen. Magyar sprach von einer Befreiung Ungarns und kündigte an, sein Land werde wieder ein verlässlicher Partner in der NATO und der EU sein.

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    Diese Nachricht wurde am 13.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.