
Putin empfahl, nicht ohne Not von einem Atomkrieg zu sprechen. Dagegen hatte der Putin-Vertraute Medwedew dem Westen bereits mehrfach mit dem Einsatz russischer Atomwaffen gedroht. Russland bluffe nicht, warnte der Vizechef im russischen Sicherheitsrat vor einer Woche.
Putin erklärte, einen großen nuklearen Schlagabtausch mit den USA werde es seiner Meinung nach nicht geben. Er zog aber den US-Atomschirm für die europäischen Verbündeten in Zweifel: Die USA würden sich kaum in einen strategischen Atomkrieg verwickeln lassen als Antwort auf russische Zweitschläge gegen Europa, sagte der Kremlchef. Putin wiederholte seine Drohung, als Reaktion auf westliche Waffenhilfe an die Ukraine russische Waffen an anti-westliche Staaten zu liefern.
"Werden Kriegsziele in der Ukraine durch langsames Vorrücken erreichen"
In der Ukraine werde Russland seine Kriegsziele durch ein langsames, geplantes Vorrücken erreichen, betonte Putin. Ein schnellerer Vormarsch würde das Leben russischer Soldaten riskieren.
Der Kremlchef ist Gastgeber beim 27. St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum. Bei dem jährlichen Treffen von Unternehmern aus aller Welt will sich Russland trotz der Sanktionen des Westens im Zuge des Moskauer Angriffskrieges gegen die Ukraine als ökonomisch starke Rohstoffmacht präsentieren.
Diese Nachricht wurde am 07.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.