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Russland
Kremlfeindliche Kämpfer melden Einnahme einer Ortschaft in Region Belgorod

Regierungsfeindliche russische Kämpfer haben in der Region Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine nach eigenen Angaben eine Ortschaft unter ihre Kontrolle gebracht.

08.06.2023
    Zu sehen ist ein mehrstöckiges Wohnhaus. Einige Fenster sind zerstört.
    Archivbild: Schäden an einem Wohnhaus in der russischen Region Belgorod. (IMAGO / ITAR-TASS / IMAGO / Belgorod Region Governor Press O)
    Man habe den Ort Nowaja Tawolschanka eingenommen, teilte das "Russische Freiwilligenkorps" RDK mit. Der Gouverneur Belgorods, Gladkow, hatte zuvor bereits heftigen Beschuss der Ortschaft gemeldet und eingeräumt, die Lage dort nicht mehr zu kontrollieren. Die russische Regierung wirft der Ukraine vor, das RDK zu unterstützen; es dringe von ukrainischem Boden aus nach Russland ein. Kiew bestreitet dies.
    Die ukrainische Regierung bestätigte heute offensive Truppenbewegungen gegen russische Stellungen. Im Gebiet rund um die ostukrainische Stadt Bachmut rücke man auf einer recht breiten Front vor, teilte Vize-Verteidigungsministerin Malijar bei Telegram mit. Sie machte zugleich deutlich, dass es sich nicht um groß angelegte Angriffe handele. In der vergangenen Nacht hatte das Verteidigungsministerium in Moskau dagegen erklärt, die russische Armee habe eine ukrainische Großoffensive in der Region Donezk gestoppt. Dies hatte Spekulationen über den Beginn der seit Wochen erwarteten ukrainischen Frühjahrsoffensive ausgelöst.
    Diese Nachricht wurde am 05.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.