
In Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson gewannen die vom Kreml unterstützten Kandidaten demnach mit mehr als 70 Prozent der Stimmen. Die Ukraine und ihre westlichen Verbündeten hatten die Wahlen vorab als unrechtmäßig verurteilt. Bürgerrechtler berichten von Manipulationen.
Die Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, Alt, forderte EU-Sanktionen gegen die Kandidaten und Organisatoren. Diese so genannten Kommunalwahlen seien eine Farce, sagte die FDP-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Sie hätten vor allem das Ziel gehabt, Russlands vermeintlichen Anspruch auf diese Territorien zu demonstrieren. Berichten zufolge seien die Bewohner der besetzten Gebiete zum Abstimmen genötigt worden. Ähnliche Kritik kam vom Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Roth, SPD.
Am Wochenende wurde auch in 79 Regionen Russlands über Gouverneure, Regionalparlamente sowie Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt. In Moskau wurde nach Angaben der Wahlkommission Bürgermeister Sobjanin, ein Vertrauter Putins, erwartungsgemäß im Amt bestätigt.
Diese Nachricht wurde am 11.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
