
Die Regierung in Madrid erklärte, man habe dem Schiff das Anlaufen eines Hafens auf den Kanarischen Inseln genehmigt. Dort werde es voraussichtlich in drei bis vier Tagen eintreffen. Weiter hieß es, die Entscheidung sei in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation und der EU gemäß internationalem Recht und humanitären Prinzipien getroffen worden.
Die niederländische "Hondius" hat insgesamt knapp 150 Menschen an Bord. Bislang sind drei Reisende an der Viruserkrankung gestorben, darunter eine Bundesbürgerin. Zwei Erkrankte und eine dritte Person, die mit der gestorbenen Deutschen in Kontakt stand, sollen zur Notfallbehandlung in die Niederlande geflogen werden, wie der Kreuzfahrt-Veranstalter gestern mitteilte. Laut der Weltgesundheitsorganisation sind es derzeit insgesamt sieben Erkrankungsfälle. Die WHO geht von einer Übertragung von Mensch zu Mensch aus, was beim Hantavirus als sehr selten gilt.
Diese Nachricht wurde am 06.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
