
Vier deutsche Passagiere sollen über die Niederlande nach Frankfurt am Main transportiert werden. Zuvor hatten medizinische Teams alle Personen an Bord untersucht. Keiner der Passagiere und Crewmitglieder hat demnach Symptome. Auf dem Schiff befanden sich zuletzt etwa 150 Menschen aus 23 Ländern.
Im Laufe des Tages sollen die Passagiere und ein Teil der Besatzung an Land gebracht werden. Anschließend werden sie nach Angaben des niederländischen Schiffseigners in zugewiesene Flugzeuge transportiert und in ihre Heimatländer gebracht. Deutsche Passagiere sollen mit einer niederländischen Maschine ausgeflogen werden. Sie sollen zunächst nach Eindhoven gebracht werden und von dort nach Frankfurt am Main transportiert, wie die Deutsche Presse-Agentur meldet.
Die "Hondius" war von der spanischen Guardia Civil zum Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Kanareninsel eskortiert worden. Die Evakuierung soll voraussichtlich bis morgen Mittag abgeschlossen sein. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Ghebreyesus, will den Einsatz persönlich beaufsichtigen.
Auch wenn keiner der Menschen an Bord derzeit Symptome hat, gelten sie aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus als Hochrisikokontakte. Nach Angaben der WHO erkrankten acht Menschen auf dem Schiff, sechs davon nachweislich an dem Virus. Ein Deutscher und ein Ehepaar aus den Niederlanden starben. Die WHO stuft die Gefahr einer Ausbreitung des Virus als gering ein.
Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



