Gesundheit
Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" vor Teneriffa eingetroffen - Evakuierung wegen Hantavirus-Ausbruch soll heute beginnen

Das Kreuzfahrtschiff "Hondius", auf dem das Hantavirus ausgebrochen ist, liegt nun vor der spanischen Insel Teneriffa vor Anker. Die "Hondius" wurde von der spanischen Guardia Civil zum Hafen von Granadilla im Süden der spanischen Kanareninsel eskortiert. Nach Angaben des niederländischen Schiffseigners sollen in den nächsten Stunden die Passagiere und ein Teil der Besatzung mit Booten an Land gebracht werden.

    Das unter niederländischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff "Hondius"
    Das Kreuzfahrtschiff „Hondius“ (imago / Xinhua / imago / Elton Monteiro)
    Anschließend würden sie unverzüglich zu den ihnen zugewiesenen Flugzeugen transportiert und in ihre Heimatländer ausgeflogen. hieß es. Zahlreiche europäische Länder hatten sich auf die Rückholung ihrer Staatsbürger vorbereitet, darunter auch Deutschland. Für die Ausreise wurden Flugzeuge bereitgestellt, wie Spaniens Innenminister Grande-Marlaska in Madrid mitteilte. Die Europäische Union beteiligt sich demnach mit zwei Maschinen. Die Evakuierung soll voraussichtlich bis morgen Mittag abgeschlossen sein. Der Chef der Weltgesundheitsorganisation, Ghebreyesus, will den Einsatz persönlich beaufsichtigen.
    Auch wenn keiner der Menschen an Bord derzeit Symptome hat, gelten sie aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus als Hochrisikokontakte. Nach Angaben der WHO erkrankten acht Menschen auf dem Schiff, sechs davon nachweislich an dem Virus. Ein Deutscher und ein Ehepaar aus den Niederlanden starben. Die WHO stuft die Gefahr einer Ausbreitung des Virus als gering ein.
    Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.