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Kriegstrauma oder Demokratieimpuls?
Historiker streiten über die Startchancen der Weimarer Republik

Das deutsche Heer blieb im Felde während des Ersten Weltkrieges unbesiegt, bis ihm vaterlandslose Gesellen in der Heimat den Dolch in den Rücken stießen. Mit dieser Dolchstoß-Legende schob die Heeresleitung die Schuld für die militärische Niederlage den Zivilisten zu. Historiker sehen das jedoch anders.

Von Peter Leusch | 01.11.2018
    Versailler Vertrag
    Die Sitzung vom 7. Mai 1919, in der der Vertragstext der deutschen Delegation zugestellt wurde. Der Versailler Vertrag war der wichtigste der Pariser Vorortverträge, die 1919/20 den 1. Weltkrieg beendeten. (pictuer alliance/dpa/Foto: Ullstein)
    100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges streiten die Historiker erneut über die Dolchstoßlegende, den Versailler Friedensvertrag, über Bürden und Chancen der Weimarer Republik. Die Niederlage im Ersten Weltkrieg sei von den Deutschen nicht bewältigt worden, ja sie habe die Nation traumatisiert und letztlich Hitler zur Macht verholfen, erklärt der Historiker Gerd Krumeich in seinem neuen Buch – und erntet Widerspruch in der Zunft.
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