
Die Anzeige geht aus einer 60-seitigen Stellungnahme der UEFA an ein Distriktgericht im US-Bundesstaat Florida hervor. Darin ist unter anderem von "krimineller Misswirtschaft" die Rede. Infantino hatte geplant, Teile der Rechte an der Fußball-Weltmeisterschaft an Investoren auch aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen. Nach massiven Protesten ist er inzwischen davon abgerückt. Der europäische Verband fordert nach wie vor Infantinos Rückzug.
Plan "zum Nachteil der FIFA, ihrer Mitglieder und anderer Akteure innerhalb der Fußballfamilie"
In dem Schreiben beantragt die UEFA die Herausgabe von relevanten Unterlagen unter anderem durch den Weltverband und die Investmentgesellschaft "Thrive Capital", die als Hauptinvestor eine wichtige Rolle in Infantinos Plan gespielt hatte. Die Dokumente sollen später in einem möglichen Strafverfahren als Beweismittel verwendet werden.
In dem Antrag kritisiert die UEFA beispielsweise den "absurd niedrig" angesetzten Unternehmenswert von rund 20 Milliarden US-Dollar. Der Plan sei dazu gedacht gewesen, Infantino und einem kleinen Kreis "eine dauerhafte Beteiligung an den wertvollsten Vermögenswerten der FIFA zu verschaffen und ihnen anderweitig Gewinne daraus zu ermöglichen – zum Nachteil der FIFA, ihrer Mitglieder und anderer Akteure innerhalb der Fußballfamilie", heißt es.
Infantino steht seit seinen Investor-Plänen auch in der Kritik anderer internationaler Fußballverbände. Einer geplanten erneuten Kandidatur Infantinos auf einem FIFA-Kongress im kommenden März in Marokkos Hauptstadt Rabat steht die UEFA ablehnend gegenüber. Eine Boykott-Drohung gegen Turniere des Weltverbands zog der europäische Verband inzwischen aber zurück.
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Diese Nachricht wurde am 27.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




