Verbrechen
Kriminologinnen warnen vor True Crime Podcasts und deren Folgen für die Gesellschaft

Die Kriminologinnen Nicole Bögelein und Gina Rosa Wollinger haben das große Interesse an True-Crime-Podcasts kritisch hervorgehoben. Das populäre Genre vermittele ein verzerrtes Bild von Kriminalität, sagten sie der "Süddeutschen Zeitung". Es bilde ganz andere Gefahren ab als die, denen man wirklich ausgesetzt sei.

    Die Silhouette einer Hand vor einem roten Hintergrund
    "Der Fokus auf extreme Fälle kann auch das Sicherheitsgefühl verzerren." (Eyeem / Ari Spada)
    True Crime konzentriere sich vor allem auf spektakuläre Einzelfälle, häufig auf sexualisierte Gewalt und außergewöhnliche Mordfälle. Zudem rücke das Genre krasse Einzelfälle in den Mittelpunkt. Dieser Fokus auf extreme Fälle könne auch das Sicherheitsgefühl verzerren. Zudem fühlten sich viele Zuhörer inzwischen wie halbprofessionelle Rechtsmedizinerinnen oder Profiler, obwohl solche Geschichten kaum etwas über reale Kriminalität aussagten.
    True Crime bezeichnet Berichte über echte Verbrechen, die so erzählt werden, dass sie spannend und unterhaltsam sind.
    Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.