
Man nehme die Situation sehr ernst, hieß es aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Es werde noch am Abend eine Schaltkonferenz des zuständigen Staatssekretärs Wetzel mit Verbänden und Unternehmen aus der Automobil- und Elektronik-Industrie geben. Zudem sei man mit niederländischen und europäischen Partnern im Gespräch.
Hintergrund sind drohende Lieferausfälle von Produkten des niederländischen Halbleiterherstellers Nexperia, der zu einem chinesischen Konzern gehört. Nachdem die Regierung in Den Haag die Kontrolle über die Firma übernommen hatte, stoppte China die Ausfuhr von Produkten für die Fahrzeugherstellung. Den Haag verwies auf niederländische und europäische Sicherheitsinteressen.
Nexperia-Chips kommen häufig in Steuergeräten für die Auto-Elektronik zum Einsatz, sind aber auch für andere Branchen relevant. Das Unternehmen mit Sitz in Nijmegen gehörte einst zum Philips-Konzern; 2018 wurde es von chinesischen Käufern übernommen.
Diese Nachricht wurde am 22.10.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
