
Thema sollten vor allem das weitere Vorgehen nach dem gestern im Weißen Haus vor laufenden Kameras ausgetragenen Wortgefecht zwischen Selenskyj und US-Präsident Trump sowie dessen Stellvertreter Vance zum russischen Angriffskrieg sein. Starmer hatte im Anschluss mit beiden Seiten telefoniert und versucht zu vermitteln. Zudem wurde das eigentlich erst für morgen geplante Treffen mit Selenskyj auf heute vorgezogen. Inzwischen mehren sich Stimmen, die Kiew und Washington auffordern, den Gesprächsfaden wieder aufzunehmen. NATO-Generalsekretär Rutte empfahl Selenskyj, seine Beziehung zu US-Präsident Trump wieder herzustellen. Der polnische Staatschef Duda erklärte, Selenskyj möge an den Verhandlungstisch zurückkehren. Frankreichs Präsident Macron forderte seinerseits die US-Regierung auf, ihre Position zu überdenken, um auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen. Morgen nimmt Selenskyj ebenfalls in London an einem Ukraine-Gipfel teil. Zu dem Treffen werden zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs erwartet, darunter auch Bundeskanzler Scholz.
Laut Starmers Büro soll es dabei darum gehen, wie sich Europa bei der militärischen Verteidigung besser aufstellen kann - auch ohne eine Unterstützung durch die USA. Die britische Zeitung "The Sun" berichtet, Selenskyj werde morgen außerdem vom britischen König Charles auf dessen Anwesen Sandringham in Ostengland empfangen.
Diese Nachricht wurde am 01.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
