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Sonderregelung
Kritik am Ende der telefonischen Krankschreibung

Gesundheitspolitiker, Hausärzte und Verbraucherschützer fordern, die telefonische Krankschreibung ohne Arztbesuch auch in Zukunft zu ermöglichen.

31.03.2023
    Auf einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung liegt ein Telefonhörer.
    Wie geht es weiter beim Thema telefonische Krankmeldung? (IMAGO / Steinach / IMAGO / Sascha Steinach)
    Der Gesundheitsexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, Moormann, sagte im Deutschlandfunk, die Regelung habe sich bewährt. Sie habe das Ansteckungsrisiko im Wartezimmer deutlich gemindert und Arztpraxen und Patienten gleichermaßen entlastet. Es habe außerdem keine Hinweise aus der Ärzteschaft gegeben, dass Menschen die telefonische Krankschreibung ausgenutzt hätten, um sich ungerechtfertigt krankschreiben zu lassen.
    Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen, Dahmen, forderte, die Regelung nicht nur beizubehalten, sondern jenseits von Atemwegsinfekten auf andere akute Beschwerden auszuweiten. Die Vizechefin des Deutschen Hausärzteverbandes, Buhlinger-Göpfarth, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, ohne telefonische Krankschreibung gehe es nicht mehr.
    Die Sonderregelung war in der Corona-Pandemie eingeführt worden. Von morgen an müssen Patienten wieder persönlich in die Arztpraxis kommen, wenn sie eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung benötigen.
    Diese Nachricht wurde am 31.03.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.