Bundestag
Kritik an AfD-Plenarreden auf YouTube

Bundestagsvizepräsidentin Lindholz hat die zeitweilige Praxis von AfD-Bundestagsabgeordneten kritisiert, mit der Veröffentlichung von Bundestagsreden bei YouTube Werbeeinnahmen zu generieren.

    Auf einem Laptop-Bildschirm sieht man das Logo von Youtube.
    Wer auf YouTube Videos einstellt, kann mit Werbeeinnahmen Geld verdienen. (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Die CSU-Politikerin sagte der Zeitung "Die Welt" und dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, sie halte es für problematisch und unzulässig, wenn Abgeordnete mit der Veröffentlichung von Plenarreden auf Social-Media-Kanälen Einnahmen aus Werbung erzielten. Mit der Abgeordnetenentschädigung seien alle mandatsbezogenen Tätigkeiten abgedeckt. Die AfD habe sich dieser Auffassung angeschlossen und die Praxis eingestellt. Die erwirtschafteten Beträge wurden nach Angaben aus der AfD zurückerstattet. Es ging offenbar um einige wenige Abgeordnete, darunter der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Brandner.
    Diese Nachricht wurde am 16.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.