NDR-Magazin "Extra 3"
Kritik an deutschem Satiriker wegen US-Flagge auf Grönland

In Grönland haben Dreharbeiten für das NDR-Satire-Magazin "Extra 3" große Verärgerung ausgelöst. Dabei wollte der deutsche Kabarettist Maxi Schafroth in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eine US-Flagge hissen. Medienberichten zufolge wurde der 41-Jährige daraufhin von wütenden Passanten angebrüllt. Anlass für den satirischen Film waren nach NDR-Angaben die Ansprüche der USA auf Grönland.

    Der Kabarettist Maximilian Schafroth versuchte die US-Flagge auf Grönland zu hissen.
    Der Kabarettist Maximilian Schafroth versuchte die US-Flagge auf Grönland zu hissen. (AFP / INA FASSBENDER)
    Örtlichen Medien zufolge wurde gegen Schafroth ein Bußgeld verhängt. Der NDR äußerte sein Bedauern über den Vorfall: "Zu keinem Zeitpunkt sollte während des Drehs der Eindruck entstehen, Ziel der Satire seien Grönländerinnen und Grönländer." Wann der Beitrag ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt.
    Nuuks Bürgermeisterin Olsen appellierte am Donnerstag an das Verantwortungsbewusstsein von Medienvertretern und anderen Kreativen: "Eine Fahne im Kulturzentrum unserer Hauptstadt zu hissen, die Fahne der militärischen Supermacht, die seit Wochen angibt, dass sie gegen unser Land gewaltsam vorgehen könnte, ist kein Scherz. Das ist nicht lustig". Schafroth verstärke die Not einer ohnehin verletzlichen Bevölkerung, kritisierte Olsen am Donnerstag.
    Angesichts der wiederholten Drohnungen von US-Präsident Trump, sich Grönland einzuverleiben, bemüht sich die grönländische Regierung darum, der Bevölkerung ihre Angst zu nehmen. 
    Diese Nachricht wurde am 30.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.