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Bürgergeld
Kritik an Heils Reformplänen

Der Vorstoß von Bundesarbeitsminister Heil, Bürgergeld-Empfängern bei Arbeitsverweigerung zeitweise die Unterstützung zu streichen, stößt in Teilen der SPD und bei den Grünen auf Kritik.

    Auf dem Formular mit der Überschrift "Hauptantrag" liegt ein blauer Kugelschreiber.
    Antragsformular für das Bürgergeld (picture alliance / Zoonar / stockfotos-mg)
    Der Grünen-Sozialpolitiker Audretsch warnte im "Spiegel" davor, zu überziehen. Das Bundesverfassungsgericht habe 2019 zu Sanktionen geurteilt und strenge Vorgaben für die Kürzung des Existenzminimums gemacht. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Malottki sagte, es sei nicht hinnehmbar, dass manche Menschen in unserem Land dann mehr als zwei Monate lang keinerlei Mittel zur Existenzsicherung mehr hätten.
    Bundesfinanzminister Lindner hatte Heils Vorstoß zuvor dagegen begrüßt. Damit setze dieser seinen Beitrag zum Haushaltskonzept 2024 um, sagte der FDP-Politiker. Auch in den Reihen der Union traf das Vorhaben auf Zuspruch.
    Wie die "Bild"-Zeitung berichtet hatte, plant Heil, denjenigen die Regelleistung bis zu zwei Monate lang komplett zu streichen, die jegliches Arbeitsangebot ablehnen. Lediglich die Wohnkosten soll demnach der Staat weiterhin übernehmen. Derzeit dürfen die Jobcenter nur Sanktionen bis maximal 30 Prozent verhängen.
    Diese Nachricht wurde am 30.12.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.