Etatpläne der Bundesregierung
Kritik an hoher Schuldenaufnahme - DGB: Soziale Schieflage

In Berlin berät das Bundeskabinett über den Etatentwurf für das kommende Jahr.

    Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Lars Klingbeil (SPD), Bundesminister der Finanzen, Vizekanzler und SPD-Bundesvorsitzender nehmen an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil.
    Bundeskabinett (Kay Nietfeld / dpa / Kay Nietfeld)
    Die Vorlage der Bundesregierung stößt bei Wirtschaftsverbänden,
    Gewerkschaften, Umweltschützern und der Opposition auf Kritik. Der Industrie-Spitzenverband BDI nannte die Ausgaben- und Schuldenzuwächse ‌alarmierend. Der Deutsche Gewerkschaftsbund ⁠kritisierte eine soziale Schieflage. Der ⁠Umweltverband BUND sieht in den Plänen einen Angriff auf den Klimaschutz. Die Grünen warfen der Regierung vor, erhebliche Summen aus dem Klimafonds abziehen zu wollen, um Haushaltslücken zu schließen. Die AfD forderte, die Staatsausgaben zu begrenzen.
    Der Entwurf umfasst für 2027 Ausgaben im Kernhaushalt von mehr als 555 Milliarden Euro. Vorgesehen sind neue Schulden einschließlich der Sondervermögen für Bundeswehr sowie Infrastruktur und Klimaneutralität von etwa 203,6 Milliarden Euro.
    Diese Nachricht wurde am 06.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.